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Erfolgreicher Bachelorabschluss an der FH-Kaiserslautern

Im Oktober 2011 wurde zwischen der Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademie Saar (VWA) und der Hochschule Kaiserslautern ein Kooperationsvertrag geschlossen. Ziel dieses Vertrages war es Absolventen der VWA Saarland Leistungen aus dem VWA Studium im Fernstudiengang Betriebswirtschaft der Hochschule Kaiserslautern pauschal anzuerkennen und ihnen somit das Studium zu erleichtern. Frau Franziska Schmidt ist eine der ersten Absolventinnen aus dieser Kooperation. Mit Ihr hat Herr Kalleder, Mitarbeiter der Geschäftsstelle Fernstudiengang BW, ein Interview geführt.

 


Franziska Schmidt, geboren am 24.03.1987 in Zweibrücken, absolvierte von 2005-2008 nach dem Fachabitur eine Ausbildung zur Industriekauffrau bei der Robert Bosch GmbH in Homburg. Nach der Ausbildung arbeitete sie zunächst von 2008-2012 im indirekten Einkauf. Im Jahr 2012 wechselte sie in die Personalabteilung und ist bis heute dort als Bildungsreferentin tätig. Zu ihren Aufgaben gehören die Akquisition und die Betreuung von Sonderarbeitsverhältnissen (Schülerpraktikanten, Hochschulpraktikanten, Praxisstudenten, Kooperative Studenten, Stipendiaten). Im Jahr 2009 hat sie ihr Studium bei der VWA Saar aufgenommen. 2012 erwarb sie den Betriebswirt (VWA), 2014 den Grad Bachelor of Arts in Betriebswirtschaftslehre.


Nun haben Sie Ihren akademischen Grad „Bachelor of Arts“ nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre in der Kooperation zwischen der VWA Saar und der Hochschule Kaiserslautern erreicht.
Herzlichen Glückwunsch zu dem Abschluss. Wie kam es eigentlich zu Ihrer Entscheidung für ein berufsbegleitendes Studium?

Zum einen wollte ich das Unternehmen nicht verlassen. Zum anderen halte ich die Praxiserfahrung für sehr wichtig. Am Ende meines VWA Studiums habe ich von der bevorstehenden Kooperation zwischen der VWA und der Hochschule Kaiserslautern gehört und mich darüber informiert. Das Angebot fand ich sehr interessant, weshalb ich dann mit dem Studium gestartet bin. Ich persönlich sehe in einem berufsbegleitenden Studium durch die Anwendung des theoretischen Wissens in der Praxis positive Entwicklungschancen.

 

Wann haben Sie Ihr BWL-Studium bei der VWA Saar begonnen und wie ging es weiter?
Im Jahr 2009 habe ich mein Studium bei der VWA in Saarbrücken begonnen. Dort besuchte ich sechs Semester, dreimal in der Woche, die Vorlesungen von jeweils 18:00 bis 21:15 Uhr. Am Ende meines VWA Studiums bestand die Möglichkeit, durch die Kooperation zwischen der VWA und der Hochschule Kaiserslautern, Studien- und Prüfungsleistungen anrechnen zu lassen, wenn man den Weg zur Hochschule Kaiserslautern wählt, um dort den akademischen Grad Bachelor of Arts zu erzielen.Im Sommersemester 2012, parallel zum Ende der VWA, habe ich an der Hochschule Kaiserslautern am Campus Zweibrücken das Studium aufgenommen. In einer Informationsveranstaltung zu Beginn wurden uns Studierenden die Voraussetzungen und das Bewerbungsverfahren erläutert. Mit mir haben 68 Studierende das Studium begonnen.

 

Welcher zusätzliche Aufwand kam da auf Sie zu?

An der VWA habe ich dreimal pro Woche Vorlesungen besucht. In diesem Präsenzstudium wurde viel Wissen vermittelt, so dass es weniger Nacharbeit zu Hause bedurfte.Der Wechsel zur Hochschule erforderte viel Disziplin und Selbstorganisation. Neben der Berufstätigkeit mussten unter anderem Vorlesungen besucht und nachbereitet werden, Klausuren vorbereitet sowie Haus- und Praxisarbeiten geschrieben werden. Der Unterricht musste mit Hilfe von Skripten und Büchern vorbereitet werden. Danach folgten zwei bis maximal drei Tage Vorlesungen und anschließend musste man sich intensiv auf die Klausuren vorbereiten. Viel Aufwand erforderte die Vorbereitungen für die Module Mathematik und Statistik. Hier habe ich das Angebot des Mathematikvorkurses genutzt und zusätzlich am Mathematikunterricht des Vollzeit-Präsenzstudiums an der Hochschule teilgenommen.

Fiel Ihnen der Umstieg von der VWA zur Hochschule leicht?

Nein, das war schon schwer. Im Großen und Ganzen ist man auf sich alleine gestellt. Man benötigt eine gewisse Anlaufzeit, um sich mit den einzelnen Plattformen der Hochschule sowie dem Ablauf eines Fernstudiums vertraut zu machen. Es erfordert viel Disziplin sich regelmäßig nach der Arbeit, dem Studium zu widmen, um nicht unvorbereitet in der Vorlesung zu erscheinen.

Wie hat sich das Studium auf Ihr Berufsleben ausgewirkt?

Mit dem Abschluss meines Studiums und meiner zusätzlichen Praxiserfahrung im Personalwesen bin ich qualifiziert und fühle mich in der Lage die Funktion einer Personalreferentin auszuführen. Speziell das wissenschaftliche Arbeiten an der Hochschule verschaffte mir einen umfassenden Einblick in personalwirtschaftliche Themen. Meine Praxissemesterarbeit als auch meine Bachelorarbeit habe ich im Personalbereich geschrieben, um somit Theorie und Praxis in Einklang zu bringen.

Ich bin stolz darauf, dass ich das berufsbegleitende Studium erfolgreich absolviert habe, dadurch bin ich besser qualifiziert und erhoffe mir daher bessere Chancen, mein Berufsziel als Personalreferentin zu erreichen.

Wie bewertet Ihr Arbeitgeber Ihren Einsatz und Ihren Bachelor-Abschluss?
Mit dem Abschluss konnte ich zeigen, was ich leisten kann. Dies wissen meine Vorgesetzten und Kollegen zu schätzen und bringen mir Anerkennung entgegen. Ich hoffe, dass mir der Abschluss neue Möglichkeiten in meinem Wirkungskreis eröffnet.

Welche Tipps haben Sie für Studenten der folgenden Jahrgänge?
Aufgrund der Anerkennung einzelner VWA Module, war es nicht notwendig, alle Module an der Hochschule zu besuchen. Allerdings habe ich im Nachhinein gemerkt, dass es durchaus Sinn gemacht hätte, dennoch das ein oder andere Modul nochmal zu besuchen. Mir wurde zum Beispiel das Personalmodul anerkannt. Meinen Fokus habe ich auch auf Personal gelegt, und daher auch meine Bachelorarbeit im Bereich Personal geschrieben. Durch die nochmalige Belegung des Moduls Personal hätte ich im Vorfeld schon Kontakt zur Personal-Professorin knüpfen können und mich frühzeitig zielorientierter in die Themen einarbeiten können.Wichtig ist auch, dass man Lerngruppen bildet, um den Unterrichtsstoff zu erarbeiten. Empfehlenswert sind der Mathematikvorkurs und der Besuch der Schreibwerkstatt. In dieser werden alle wesentlichen Aspekte für das Schreiben einer wissenschaftlichen Arbeit erklärt.
Außerdem sollte man das Verschieben von Klausuren im Rahmen der Prüfungsordnung vermeiden.
Das wichtigste allerdings ist, dass man von Anfang an am Ball bleibt, damit das Ziel erreicht werden kann, denn ein Fernstudium erfordert Disziplin, Fleiß und Anstrengung.

 

Hat es sich für Sie gelohnt? Würden Sie sich wieder für diesen Weg entscheiden?

Ja, es hat sich gelohnt. Ich habe mein erstes Ziel, den Bachelor of Arts in Betriebswirtschaft erreicht. Für die Zukunft schließe ich es nicht aus, noch berufsbegleitend einen Master im Bereich Personal zu absolvieren. Daher würde ich mich wieder für diesen Weg entscheiden und kann dies auch nur weiterempfehlen.


An der Hochschule Kaiserslautern studieren am Campus Zweibrücken aktuell 290 Studierende im Fernstudiengang Betriebswirtschaft. 8 der 20 Studierenden der VWA kommen von der VWA Saarland.